Parteifreie Bürger Stephanskirchen e.V. Stephanskirchen Schloßberg Haidholzen
Parteifreie Bürger Stephanskirchen e.V.Stephanskirchen Schloßberg Haidholzen

Ziele

Die Parteifreien in der Kommunalpolitik 

Die Politik Parteifreier Bürger konzentriert sich im Wesentlichen auf die Gestaltungsmöglichkeiten jener Bürger, die Augenmaß für das Sachliche einerseits und das Gespür für das kommunale notwendige Handeln andererseits besitzen. Dabei gelten Liberalität und bürgerschaftliche Selbstverantwortung als Eckpfeiler dieser bürgernahen wie auch transparenten Arbeit: Jeder Bürger der Gemeinde kann jederzeit unabhängig von seiner Herkunft, seines Glaubens, seiner beruflichen und vor allem auch seiner politischen Ausrichtung an diesem Gestaltungsprinzip teilnehmen. Es geht schlichtweg um die Selbstverwaltung in der Kommune als Grundlage unserer Demokratie. Partei- und Fraktionszwang, Quotenregelungen und Beschlüsse auf Landes- und Bundesebene, Flügelkämpfe und Ideologenkriege sind hier fehl am Platz, denn der Gemeinderat ist schließlich kein Gesetzgebungsorgan, sondern vielmehr ein Forum zur Wahrung der Interessen aller Bürger einer  Gemeinde. 

Die von den etablierten Parteien beschworenen gemeinsamen Formeln für Bürgernähe halten jedoch der Kritik aus den Reihen der Wählerschaft kaum stand: die Ortsverband der Parteien rücken zusammen, anstatt im Interesse der Bürger offen und ehrlich zu diskutieren. Bei den Parteifreien hingegen steht jeder Gemeinderat ungebunden von einer politischen Marschrichtung in der ursprünglichen Verantwortung seines eigenen Denkens und Handelns und somit im Sinne des eigentlichen Wählerwillen, das Beste für die Gemeinde zu wollen und durchzusetzen. Dabei bedarf er keiner Rücksprache mit oberen Parteigremien, kein Kreisrat, Landrat oder Mitglieder von Land- oder Bundestag können ihn zu anderslautenden bzw. gewendeten Ansichten veranlassen.

Auch ohne Parteibuch und Parteiprogramme vermag auf der Bodenständigkeit der Stephanskirchner Frauen und Männer das Brauchtum unserer Gemeinde, ihr Vereinswesen, ihre Gastlichkeit und nicht zuletzt ihre zukunftsorientierten Interessen das Gemeindewesen gedeihen.

 

 

Geschichte

Geschichtliche Entwicklung der Parteifreien Bürger:

Die Wurzeln und Aktivitäten der Parteifreien Bürger reichen zurück bis in das Jahr 1948. Damals schlossen sich Bürger der Gemeinde Stephanskirchen lose zusammen, um die Aufgaben der kommunalen Selbstverwaltung im Sinne der Verfassung des Freistaates Bayern in die Hand zu nehmen.

Verwertbare Unterlagen finden sich erstmals in einem „Aufruf des 1. Bürger-meisters Sepp Zehentner zur Wahl am 11. Juni 1972". Daraus geht hervor, dass in der vorange­henden Wahlperiode die sogenannte ,,Unpolitische Wählergruppe" stärkste Fraktion im Gemeinderat war.

 In der Wahlperiode 1972-1978 stellte die Gruppe anfangs zehn, nach dem Tod von Sepp Zehentner während der Periode neun Gemeinderäte. In dieser Zeit übernahm Josef Ranner die Leitung der Gruppe, die sich in der Folge ,,Parteifreie Wählergruppe" nannte.

Die Wahlrechtsänderung, die im Zusammenhang mit der Gebietsreform 1978 den politi­schen Parteien in den Kommunen zu einer enormen Stärkung verhalf, ging auch am hiesigen Kommunalparlament nicht spurlos vorüber. Bei den Gemeindewahlen 1978 verminderte sich die Zahl der parteiungebundenen Räte auf vier.

Nachdem der damalige 2. Bürgermeister Josef Ranner die Gruppierung 1981 verließ, kümmerten sich die verbleibenden drei Gemeinderäte um deren Fortbestand. Bei der Gemeinderatswahl 1984 erhielten die Parteifreien mit ihrem Listenführer Hanns Thäle wieder vier Sitze im Kommunalparlament. Versuche, 1985 der Gruppe eine Vereinsstruktur zu geben, scheiterten an dem Argument, man wolle keine Partei der Parteifreien werden.

Erst im Jahr 1992 kam es dann zur Vereinsgründung als e.V. Es hatte sich die Erkennt­nis durchgesetzt, die Arbeit der Parteifreien auf eine breitere Basis zu stellen, um das Wählerpotential auch zwischen den Wahlen besser pflegen zu können und vor allem, den Fortbestand der Gruppierung auf Dauer zu sichern.
Bei der Gründungsversammlung wurde Herbert Bauer zum 1. Vorsitzenden und Siegfried Tischer zu dessen Stellvertreter gewählt.

1996 sah sich der Verein nach 24 Jahren wieder in der Lage in der Person von Hanns Thäle einen eigenen Kandidaten für das Bürgermeisteramt zu nominieren. In den Gemeinderat wurden gewählt: Christine Annies, Christian Aßbichler (2. Bürgermeister), Herber Bauer, Hans Thäle und Ludwig Weber.

2002 erreichten die Parteifreien, welche ohne eigenen Bürgermeister-kandidaten antraten, vier Sitze: Herbert Bauer, Christine Annies, Gerhard Scheuerer und Andreas Rothmayer. Durch den Wechsel von Jakob Sandbichler von der CSU erhöhte sich die Anzahl auf fünf Sitze.

2008 zogen die ParteiFreien mit 26% als zweitstärkste Fraktion in den Stephanskirchner Gemeinderat. Sie erhielten dank einer sehr guten Liste und eines eigenen Bürgermeisterkandidaten rund 30% mehr Stimmen als 2002 (von 20% auf 26%). Damit gingen 5 Mandate an die ParteiFreien (CSU: 9, SPD: 5 und Bayernpartei: 1 Sitz). 
Gewählt wurden: Christian Helget, Stefan Lechner, Herbert Bauer, Gerhard Scheuerer und Christine Annies. Nachrücker waren Frau Dr. Karin Hartmann, Bernhard Himmelstoß und Hans Wlk.

Bürgermeisterkandidat Christian Helget konnte auf Anhieb einen Achtungserfolg von 17,71% verbuchen.
Zwischen dem amtierenden CSU Bürgermeister Rudolf Zehentner (43%) und Rainer Auer SPD (36%) kam es am 16. März 2008 zur Stichwahl. Dabei erhielt Zehentner 38% der Stimmen. Auer, welcher als parteiloser Kandidat auf der SPD Liste angetreten war, wurde mit 62% der Stimmen zum ersten Bürgermeister gewählt.

Damit hatten die ParteiFreien maßgeblich den angestrebten "Wandel im Rathaus" vollzogen.

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